Der Versandhändler OTTO etabliert sich langsam aber sich in der Zwitschergemeinde. Anlässlich der dort geendeten Umfrage kamen wir gestern ins Gespräch. Bei OTTO versucht man auszuloten, welcher Content wirklich relevant für die Zielgruppe ist. Mit diesem Beispiel haben Sie bereits drei Nasenlängen voraus.
- Das Unternehmen macht sich im Social Media breit
- Otto bindet die Zielgruppe / Kundschaft in Entscheidungen ein
- Es findet eine Head-to-Head-Communication (schönes Denglisch) statt
Und auf Punkt 3 möchte ich etwas näher eingehen.
Dem Internet sei Dank, dass vor allem größere Unternehmen nun umdenken müssen. Denn in den letzten Wochen und Monaten hat sich der Microblogging-Dienst Twitter zum Katalysator der Blogoshäre avanciert. So stolperten Unternehmen wie Vodafone (Vodafail, Deine Zeit es ist) oder jüngst Jako (bei allesaußersport alternativ bei Netzpolitik.org) über das berüchtigte Web2.0. Zwar aus völlig unterschiedlichen Gründen, aber mit einer gemeinsamen Basis.
Vodafone schaffte binnen zwei Wochen für Aufruhr zu sorgen, indem man an der Zielgruppe vorbei kommunizierte. Jüngst durfte Sportausrüster Jacko Erfahrung mit der Blogosphäre machen, nachdem man ungünstiger Weise einen Blogger abgemahnt hatte. Zwar habe man inzwischen eingelenkt und außer einem Schrecken wird kein Schaden für den Mann zurückbleiben. Die eigene Reputation mit Füßen zu treten ist aber sicherlich nicht im PR-Interesse der Unternehmen.
Die gemeinsame Basis bildet die falsche Kommunikation. Das frühere Modell, indem große Unternehmen dem kleinen Kunden mit Nachhaltigkeit einen Sachstand durchdrücken konnten, sind vorbei. Ein Zustand der sich noch nicht überall rumgesprochen hat. Deswegen müssen Unternehmen und Geschäftsführer / leitende Angestellte lernen, dass die Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet (head-to-head). Wem dies nicht bewusst ist, läuft ständig Gefahr in die SocialMedia-Mühle zu laufen. Hinzukommt dass Blogger und die Twitteria eine durchaus große Eigendynamik entwickeln. Das aktuellste Beispiel lässt sich dadurch abzeichnen, dass auf dem Hamburger Gänsemarkt die Rede der Kanzlerin mit einem Flashmob bereichert wurde.
Dabei liegt die Lösung fast auf der Hand. Wer es nicht schafft die Situation mit den Augen des Kunden zu begutachten und auf dieser Basis eine Lösung herbei zu führen, der sollte sich folgende Phrase merken: “Wie man in den Wald schreit, schallt es auch meist wieder heraus“






[...] sich langsam aber sicher abzeichnen. Ich habe für 7CarAd einen kleinen Artikel verfasst “Twitter: Die Goliath-Falle“, dass passt ganz gut in den Konsens. Für die Profis steht nichts spannendes drin, aber man [...]
[...] Murmel eigentlich sein muss. Meine Güte. Es kann doch nicht so schwer sein zu kapieren, dass man nach der Vodafone und der Jako Nummer auch vernünftig miteinander umgehen [...]